Beratungshilfe


In dem Falle, dass Sie ausschließlich erst einmal eine Rechtsberatung wünschen ohne einen gerichtlichen Rechtsstreit beginnen zu wollen, können Sie Beratungshilfe beantragen.

Beratungshilfe erhält, wer im Falle eines Prozesses die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Prozesskostenhilfe ohne Ratenzahlung erhalten würde.

Die Beratungshilfe wird in aller Regel bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Rechtssuchende seinen Wohnsitz hat, beantragt, dies gilt auch für Angelegenheiten, in denen später im Falle eines Prozesses eine andere Gerichtsbarkeit zuständig wäre.

Das Amtsgericht erteilt bei Vorliegen der finanziellen Voraussetzungen einen sogenannten Berechtigungsschein, gegen dessen Vorlage der Rechtssuchende einen – von Ausnahmen abgesehen – beliebigen Rechtsanwalt aufsuchen kann.

In vielen Städten haben die Amtsgerichte auch Beratungstage eingerichtet, welche man telefonisch beim Amtsgericht erfragen kann. An diesen Tagen finden sich dann unmittelbar beim Amtsgericht hierzu bereite Rechtsanwälte ein, welche die Beratung unmittelbar übernehmen.

Beratungshilfe kann gemäß § 2 des Beratungshilfegesetzes in nahezu allen Rechtsangelegenheiten gewährt werden. Ausgenommen davon ist das Steuerrecht, weil insoweit andere Institutionen existieren, welche - teilweise kostenlos - rechtliche Betreuung gewähren (z. B. die Finanzämter, Lohnsteuerhilfevereine und Steuerberater). In einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren kann man eine Beratung über die Beratungshilfe erlangen, weitergehend werden jedoch keine Schreiben an den Gegner (bzw. die Verfolgungsbehörde) zu Lasten der Staatskasse gefertigt.

 

Antrag auf Beratungshilfe
antrag_beratungshilfe.pdf (598.41KB)
Antrag auf Beratungshilfe
antrag_beratungshilfe.pdf (598.41KB)
Anwaltliche Beratungsstellen
Anw_Beratungsstellen_-_V_5.pdf (597.82KB)
Anwaltliche Beratungsstellen
Anw_Beratungsstellen_-_V_5.pdf (597.82KB)


Diesen Antrag müssen Sie selbst ausfüllen und im Original nebst den notwendigen Unterlagen (diese in Kopie) bei dem Amtsgericht Ihres Wohnsitzes einreichen.


Das für Sie zuständige Amtsgericht können Sie durch Eingabe Ihrer Postleitzahl hier ermitteln lassen:

http://www.justiz.de/OrtsGerichtsverzeichnis/index.php;jsessionid=651D6232F6AFB4DAB362E3FA14D7122F


Ich kann Sie bzgl. des Antrages und den notwendigen Unterlagen gerne beraten.

Eine solche Beratung kann allerdings nicht unentgeldlich erfolgen, sondern wird gem. dem RVG abgerechnet. Die Bezahlung für diese Beratung kann entweder im Vorfeld als Vorschuss per Überweisung oder an dem Tag der Beratung von Ihnen in bar bezahlt werden. Diese Zahlung ist erforderlich, da diese Beratung, selbst bei Bewilligung von Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe nicht umfasst ist.